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Mit Tuina-Anmo wird die manuelle Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin bezeichnet. Ihr Name setzt sich aus den ihr zugrunde liegenden Behandlungstechniken zusammen, als da sind:

  1. Tui = Drücken, Schieben
  2. Na = Greifen, Ziehen, Nehmen
  3. An = (sanft) Drücken
  4. Mo = Streichen, Berühren

Im Chinesischen werden Tuina und Anmo teilweise synonym verwendet, wobei Anmo allein auch oft nur als Massage zu verstehen ist. Im Westen hat sich der Begriff Tuina für dieses Heilverfahren der TCM eingebürgert.

Tuina-Anmo geht dabei weit über die rein muskelbezogene Massage hinaus. Sie beeinhaltet chiropraktische und osteopathische Manipulationen, aktive und passive Gelenkmobilisation, sowie Elemente der Bindegewebsmassage.

Sie umfasst sehr viele unterschiedliche Grifftechniken. Dazu gehören unter Anderem das Streichen (tui bzw. mo) entlang des Meridianverlaufs (Meridiane = Leitbahnen, in denen das Qi fließt), das Greifen (na) einzelner Muskelstränge, das Drücken (an) von Akupunkturpunkten, rhythmisches Klopfen mit der Hohlhand (pai) und verschiedenste rollende (gun) , schiebende (tui) oder reibende (za) Bewegungen.

Unterschieden werden zudem ausleitende, kühlende und stärkende, erwärmende Massagetechniken.

Die ausleitenden Verfahren sollen Gifte aus dem Körper entfernen und werden langsam und sanft entgegen der Verlaufsrichtung der Meridiane durchgeführt. Sie besitzen eine beruhigende Wirkung. Die stärkenden Massagetechniken folgen dem Meridianverlauf und benutzen schnelle, kräftige Manipulationen, die einen anregenden Effekt haben.

Die Massagetherapie ist die älteste Therapiemethode in der medizinischen Geschichte Chinas und wird vielfach als Wurzel der chinesischen Heilkunst angesehen.

Es wird angenommen, daß die frühen Heilkundler Chinas beobachteten, wie gewisse Punkte durch ihre Stimulation Wirkungen erzielten, die über ihre unmittelbare Umgebung hinausgingen. Aus dieser Erkenntnis entwickelte sich die Theorie von den Leitbahnen, durch die diese oberflächlichen Punkte verbunden waren, und das Konzept des Qi, vermittels dessen die Stimulation eines Punktes innerhalb der Meridiane weitergeleitet wurde.

Tuina-Anmo eignet sich zudem besonders für Kinder und kann auch bei Kleinkindern bereits angewendet werden. Insbesondere bei gehäuften Erkrankungen des Magen-Darm Traktes, einer Neigung zu fieberhaften Infekten, Entwicklungsstörungen oder auch bei Hyperaktivität hat sie sich in der Praxis als wirksam erwiesen.

Wie alle therapeutischen Verfahren der TCM setzt Tuina einen reaktionsfähigen Organismus voraus.

Sie darf daher bei durch akute Infektionen und Verletzungen geschwächten Patienten nicht angewendet werden. Auch bei Störungen der Blutgerinnung, bei Entzündungen oder Insuffizienzen innerer Organe kommt sie nicht zum Einsatz. Weitere Kontraindikationen sind: Schwere und fortgeschrittene Erkrankungen des Skeletts (Osteoporose, Osteomalazie), Tumorerkrankungen, Hauterkrankungen (Ekzeme, Dermatosen) und die ersten drei Monate einer Schwangerschaft.